Waipu Caves, Oceans Beach, Wellingtons Bay

Posted: Januar 15, 2018 by made-ja-life

Waipu Caves

Weiter gehts bei uns mit den Glühwürmchen in den Waipu Caves. Für uns die perfekte kostenlose Alternative zu den Waitomo Höhlen, die Eintritt kosten und an sich nicht viel besser sein sollen. Wie so fast immer, strahlend blauer Himmel, eine Bullenhitze und ein Rammelvoller Parkplatz auf dem man auch einfach so eine Nacht umsonst Parken/ Zelten bzw. übernachten darf 🙂 Also perfekt, um hier eine Nacht zu verbringen, die Höhlen zu erforschen und einfach mal unseren Van voll austesten. Wir kamen ja schon relativ früh an, dafür war der Parkplatz schon verdammt voll. Die Hölen sind gerade mal 50 m vom Platz entfernt und man kann knapp 1.5 Stunden darin rumlaufen, durch kleine unterirdische Flüsse waten und natürlich fotografieren! So Glühwürmchen sieht man ja auch nicht gerade überall. Wir haben uns die ganzen Leute erst mal den ganzen Tag angeschaut und feststellen müssen, dass, wenn wir in die Höhle gehen, auf jeden Fall entweder nur mit Flipflops und Badehose oder gleich ganz Barfuß reingehen müssen. Schlamm bis zu den Oberschenkeln macht ohne Klamotten definitiv mehr Spaß.

Gleich am nächsten morgen sind wir dann in die Höhle. Badehose, Flipflops und die Kamera auf dem Stativ. Und nebenbei noch die Stirnlampe. Die ersten paar Schritte führten paar Meter über Lehmigen, matschigen Boden nach unten, gefolgt von ein paar kleinen Bächen und kleineren Felsen. Und dann, vielleicht 10 Minuten später haben wir die ersten kleinen Würmchen gesehen. Stockfinster und sau geil! Man hat hier das Gefühl von Höhle zu Höhle zu krabbeln. Unterirdisch durch knietiefe Flüsse, durch Schlamm und über Felsen zu klettern ist eine komplett neue Erfahrung! Nach der dritten größeren Höhle haben wir Halt gemacht und sind umgekehrt. Es wäre zwar noch weiter gegangen aber der Fluss wurde tiefer, die Gänge noch flacher. Und das Ding sind die Aale in den Flüssen. Flutschige, lange und unheimliche Wesen, wie sie sich da durch die Bäche schlängeln und um die Füße gleiten. Igitt. Brauchen wir beide nicht, zumal es weiter innen recht gefährlich außsah. Was sich später auch noch bestätigt hat.

Ein Neuseeländer hat uns gesagt, dass vor knapp einem Jahr zwei deutsche Mädels in der Höhle ertrunken sind. Der Grund war recht simple. Es hatte die Tage davor viel geregnet, gab einen kleinen Erdrutsch, den man eigentlich nicht spürte und so hat sich ein Fluss von oben seinen Weg in die Höhle gesucht und alles überflutet. An der Höhle selbst ist leider kein Warnhinweis, dass man nach Regen nicht in die Höhle gehen sollte. Schreckliche Vorstellung. Das ist dann vermutlich auch der Grund, warum viele am Ende der Höhle ein kleines Teelicht anzünden. Nichts desto trotz: Die Höhle taugt, macht Spaß durchzuwaten und rum zu kriechen. Von uns ein klarer Daumen nach oben! Die Waipu Caves werden bei uns auf jeden Fall auf unsere Must Do´s in Neuseeland gesetzt, was man sich umsonst anschauen sollte.

 

Oceans Beach

Nach den Höhlen sind wir weiter richtung Norden aufgebrochen. Nachdem hier gerade die Ferien angefangen haben ist überall die Hölle los. Schließlich wollten wir auch mal wieder duschen und ein gescheites Klo haben, was sich als nicht ganz so einfach herausstellte. Unseren nächsten geplanten Halt haben wir komplett ausgelassen, weil alles so dermaßen überfüllt war, dass wir gleich nach Whangarei gefahren sind. Ein kurzes Stück nördlich liegt auch schon der Oceans Beach an den Whangerei Heads. Ein einfacher Parkplatz mit Strandtoiletten und richtiger Spülung, also kein Plumsklo (Gott sei Dank! :D). Und hier haben wir uns einmal mehr für die deutschen Touristen schämen müssen. Man stellt sich den Parkplatz jetzt mal folgendermaßen vor. Terassenartig angelegte Parkreihen für etwa 200 Autos, davon darf man auf fünf nebeneinander liegenden Parkbuchten übernacht mit einem Self Contained Camper stehen bleiben. Dadurch, dass der Strand hier bei Surfern und Wanderern sehr beliebt ist (kleinere Bergtouren und Wandertracks auf die Whangerei Heads), ist hier auch dementsprechend viel los. Jetzt waren da auf diesen fünf kleinen Parkbuchten 3 normale Autos zwischen zwei Campern gestanden. Die dürfen da natürlich nicht über Nacht stehen bleiben und müssen logischerweise auch irgendwann wieder fahren. Wir dachten uns, wir stellen uns mit unserem Mazda Bongo einfach mal in eine Lücke gegenüber, dass wir nachher einfach nur gerade aus reinfahren müssen. Und jetzt kommen die deutschen ins Spiel. Diese Handtuchreservierer an Pools und an italienischen Stränden gibt es hier auch. Denn wir wurden beobachtet… Von einem deutschen Pärchen, die, nachdem sie uns gesehen haben, sofort ihre Campingstühle, Bücher und Handtuch ausgepackt haben, um direkt vor den Autos in den Parkbuchten ihre Stühle aufstellten und sich ihren Platz „reserviert“ haben. Das Ding ist, die waren noch nicht einmal Self Contained. Hier blieb der kleine Wunsch, „hoffentlich werden die erwischt“, nicht aus 😛

Das Ende vom Lied, wir haben alle einen Parkplatz in den soooooo heiß begehrten Parkbuchten bekommen und konnten ruhig schlafen. Schließlich waren wir auch noch baden und haben die mega guten Wellen genossen. Auch wenn es krass windig und das Wasser ziemlich kalt war.

Gleich am nächsten morgen ging es dann auf den Bream Head. Einer der höchsten Berggipfel, wenn man es überhaupt Gipfel nennen kann, im Nordland. Mit knapp eineinhalb Stunden krassem Aufstieg haben wir es aber eine halbe Stunde schneller geschafft als angeschrieben und waren mächtig Stolz auf uns. Ganz zu schweigen von der Aussicht, die man da oben auf alle umliegenden Strände hat, hat es sich so mega gelohnt! Die letzten 3-5 Höhenmeter kann man leider nur als Irrer besteigen… Abbrechende Felsbrocken die gerade aus nach oben ragen wären dann die Spitze gewesen. Wir haben uns mit dem offiziellen Endpunkt zufrieden gegeben und waren extrem schnell wieder unten. Kurz ins Meer gesprungen und danach gings auch schon weiter an den bisher besten Platz, den wir bis jetzt hatten.

Wellingtons Bay

Wellingtons Bay nennt sich der. Die Bucht hat ein richtiges Karibik Flair. Viele Bilder habe ich nicht gemacht, dafür ein, denke ich mal, richtig cooles Video mit der Drohne. Und ganz nebenbei haben wir hier sau nette Leute vom Tegernsee getroffen, mit denen wir eine richtig gute Unterhaltung bis um ca. ein Uhr Nachts hatten. Auf jeden Fall bleiben wir in Kontakt und wer weiß, vielleicht ergibt sich hier nach unserer Reise ja eine neue Anlaufstelle für Bergtouren 🙂

Der perfekte Strand hier mit leichten und trotzdem recht starken Wellen, traumhaft klares Wasser mit Sprungfelsen mitten im Meer. Was will man mehr für einen Tag einfach nur rumliegen und genießen. Ich denke viel mehr gibt es hier auch nicht zu sagen… Sofern man es auf den Bildern erkennen kann, uns ging es hier hervorragend!

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