Tokerau Beach, Spirits Bay und Cape Reinga

Posted: Januar 26, 2018 by made-ja-life

Tokerau Beach

Ein kostenloser Campingplatz ist an sich ja schon richtig gut, einer der aber so mega groß ist, direkt am Strand (also einfach nur Kofferaumdeckel auf und aufs Meer blicken) ist noch besser! Das sollte dann auch unser Platz für Neujahr sein! Hier waren hauptsächlich richtig große Camper oder Campingbusse gestanden. Viele Familien haben hier ihr Neujahr verbracht und wir waren überrascht. In der Nacht von 2017 auf 2018, also an Silvester haben alle um ca 10 Uhr geschlafen. Lediglich ein paar Camper und ein paar Jugendliche haben kurz angestoßen und das war es. Dieses pompöse Feuerwerk, wie wir es kennen gab es hier direkt nicht. Auch an den Küstenstädten auf die wir gesehen haben, war das Feuerwerk nach ca 5 minuten einfach wieder vorbei und man hört nur noch die Grillen zirpen. Irgendwie bisschen komisch aber gut. Viel mehr gibt es da nicht zu erzählen.

Spirits Bay

Der nördlichste Teil der Insel geht bei uns mit dem Spirits Bay los. Der Platz an dem die Seelen der Maori hinwandern, nachdem diese gestorben sind. Also ein sehr spiritueller Ort für die Kiwis hier (ja genau, so nennen sich die neuseeländischen Einheimischen. Also keine Kiwi zu essen, sondern die Menschen hier selbst.). Die Besonderheit an dem Ort kann man nicht nur fühlen, sondern auch wirklich sehen. Die Bucht ist unglaublich schön. Vor allem der Sand ist hier etwas ganz besonderes. Das ist kein Sand, wie man ihn eigentlich kennt, sondern anders. Der Sand ist kein Sand an sich, sondern Muscheln, die in tausend Teile zerbrochen sind und durch das Wasser glatt geschliffen wurden. Die Muschelstücke sind zwischen 2mm und einem Zentimeter groß. Das verrückte ist: der Sand ist unglaublich weich, kühl und bunt.

Man sagt am Spirits Bay soll man die Seele von Abel Tasman einfangen um Glück und Zufriedenheit im Leben zu erlangen. Das kann jeder für sich selbst entscheiden, inwiefern man das anstellen will. Wir sind mal so frech und haben uns eine Hand voll Sand gebunkert und für uns ist steckt darin seine Seele.

Cape Reinga

Der nördlichste Punkt Neuseelands, unglaublich schön, still und ruihg… Von wegen! Der nördlichste Punkt OK, aber der Rest ist Pustekuchen. Selten haben wir einen so überlaufenen Ort gesehen wie hier. Angefangen von der Parkplatzsuche einen halben Kilometer von den eigentlichen Parkplätzen weg. Die eigentlichen Parkplätze sind nämlich von Bussen belagert. Und die Mehrheit an Touristen sind hier eindeutig wieder Asiaten, die leider eine abartige Unruhe hierher bringen. Das ist eigentlich Schade, weil der Ort ist für die Maori ganz besonders. Das steht auch überall, wird aber leider komplett ignoriert. Am Leuchtturm nicht essen, ruihg verhalten und nicht laut lachen. Leute, die versuchen in Zeitnot soviele Bilder auf ihr Tablet zu bekommen wie nur irgendwie möglich und dabei auch noch andere Leute wegschubsen. So ziemlich alle Regel werden hier einfach komplett ignoriert, genauso wie die Mitnahme vom eigenen Müll… Dabei sind es eigentlich keine Regeln, sondern eher Bitten,Rücksicht und Respekt den Einheimischen gegenüber. Ist es denn so schwer, seine Plastiktüte mit seinem Essen wieder in seinen Rucksack zu packen? Scheinbar ja, weil wir glauben ja, die Tüten wiegen soviel, dass es einfach zu schwer wäre… Viel mehr dazu muss man nicht sagen. Der Ort an sich ist schön, die Magie geht durch den Massentourismus und die Ignoranz Vieler einfach komplett verloren. Vielleicht ist es Nachts dort anderst. Tagsüber aber nicht. Zumindest nicht zur Saison.

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