Südinsel Neuseeland Teil 2

Posted: Juli 22, 2018 by made-ja-life

Vom Arthurs Pass bis Lake Tekapo

Weiter ging es über den Arthurs Pass. Nach unendlichen Steigungen, die unserem Van fast den Garaus bereitet hätten ging es über die Death Corner rein in die Berge. Man spürt hier einen richtigen Temperaturschwank. Eben noch an der Westküste bei Sonnenschein ist man zwischen den Bergen im kühlen feuchten Schatten, umgeben von Wald und nacktem Fels! Wir sind den Pass aber nur gefahren um dort für eine Nacht zu bleiben und uns da einfach mal bisschen umzusehen. Man könnte hier Tage mit Wanderungen auf die umliegenden Gipfel verbringen. Wir hatten aber leider nur einen Tag und der war etwas leicht verregnet, weshalb wir hier auch gar nicht soviel Zeit verbracht hatten. Lohnenswert ist hier auf jeden Fall Devils Punchbowl. Ein gigantisch hoher Wasserfall mit 131 m Höhe spuckt hier sein Wasser runter. Immerhin einer der höchsten Wasserfälle in ganz Neuseeland. Wer von der Aussichtsplattform noch nicht genug sieht kann über das Geländer steigen und zum Wasserbecken hochklettern, in das der Wasserfall sich ergibt! Habe ich gemacht und meine Kamera war durch den extremen Wind danach patsch nass, also Achtung ;).

Auf dem selben Weg wieder zurück nur dieses mal nach unten ging es zu unserem ersten Gletscher, dem Franz Joseph Glacier. Der Gletscher fließt pro Tag einen guten halben Meter und ist nur noch etwa 10 km lang. Erstaunlich und mega beeindruckend. Vor allem, wenn man sich die Mühe macht und bis zur Gletscherzunge läuft! Hier in der Gegend gibt es total viel zu sehen, was natürlich auch alle Touristen anzieht! Lake Matheson ist dabei auf jeden Fall ein klarer Tipp! Wer hier recht früh morgens den Circuit um den See läuft bekommt mit etwas Glück eine perfekte Spiegelung vom Tasman Glacier und Mt. Cook! Und hier ist auch der Fox Glacier nicht weit! Das beeindruckende hier ist, dass die Gletscherzunge bis auf 300 m über normal Null! Der jährliche Niederschlag geht hier auf knapp 15.000 mm!

Wer der Westküste weiterflogt kommt an Haast kaum vorbei. Wer der Karte traut und hier eine „Stadt“ erwartet liegt aber total falsch. Nennen wir es mal eher kleines Dorf… Die Straße führt unweigerlich ins Landesinnere über den Haast Pass. Und hier gibt es unzählig viele Wasserfälle. Nicht ganz so steil wie der Arthurs Pass aber dennoch mit ordentlichen Steigungen. Bei Schnee hätten wir unseren Bongo da nicht hochgebracht. Außer mit Ketten natürlich. Was wir hier definitiv empfehlen können ist ein kleiner unscheinbarer Campingplatz direkt an der Straße für gerade mal 8 Dollar pP. Dafür bekommt man eine malerische Berglandschaft und Toiletten :). Nach unendlichem Gekurve kommt man an einem der schönsten Orte Neuseelands an: Lake Wanaka. Der See an sich ist zwar nicht so Eisblau wie die Gletscherseen, aber das Gesamte, also die Berge, die Natur und die Landschaft sind so harmonisch, dass man einfach nur geflasht ist. Hier ist Roys Peak ein absolutes Muss! Und wer was ganz besonderes erleben will, der steht am besten Nachts auf und läuft in der Dunkelheit bis auf die Spitze um den Sonnenaufgang über den Alpen und den Gletschern zu sehen! Noch nie habe ich so einen gigantischen Sonnenaufgang gesehen. Weiße Berge im Hintergrund, warme orangene Sonnenstrahlen die bis ins Tal reichen und den See anleuchten. Ein Muss!

Weiter ging es für uns zu Lake Pukaki. Einem recht großen Gletschersee mit wirklich Eisblauer Farbe. Das muss man auf jeden Fall gesehen haben. Hier kann man direkt am See umsonst campen und hat den ganzen Tag, vorausgesetzt das Wetter passt eine super schöne Aussicht auf Mt. Cook und die umliegenden Berge. Das war für uns auch der Zugang zum Mt. Cook Nationalpark. Bekannt ist hier ja auf jeden Fall die Straße zu Mt. Cook. Und wir empfehlen hier auf jeden Fall einen kleinen Heliflug zu machen. Wir haben es selbst gemacht, was zwar nicht ganz billig war sich aber sowas von gelohnt hat! Und das Beste war, wir sind auf Gletschereis gelandet. Also wer als Lebensziel hat: Einmal auf einem aktiven Gletscher zu laufen, der kann sein Ziel hier verwirklichen :P.

Lake Tekapo war für uns im Vergleich zu Lake Pukaki eher unspektakulär. Klar, wieder ein Gletschersee mit diesem verrückten Eisblau, da hat uns Lake Pukaki aber auf jeden Fall besser gefallen! Auf gleichem Weg ging es für uns wieder zurück Richtung Queenstown. Da geht es dann im dritten Teil weiter. Von Queenstown bis zum Slope Point, dem südlichsten Punkt Neuseelands!

 

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