Pouakai Circuit

Posted: März 8, 2018 by made-ja-life

Die andere Tour beim Mt. Taranaki

Gleich vorne weg: leider fehlt uns momentan der Strom und die Zeit das aktuelle Video zu rendern. Es ist geschnitten und soweit eigentlich fertig. Sobald wir hier ordentlich Strom haben, holen wir das nach und aktualisieren den Beitrag mit dem versprochenen Video.

Die andere Tour beim Mt. Taranaki. Die hat, bis auf die Aussicht weniger mit dem Mt. Taranaki zu tun. Denn der Pouakai Circuit ist eine Loop-Wanderung zum Pouakai Vulkan, genauer gesagt zu einer Hütte dort und dann auf einem anderen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Hier kommt man beim berühmten Tarn Lake vorbei. Die meisten spektakulären Bilder vom Mt. Taranaki selbst sieht man mit einem kleinen See davor, in dem sich der Berg spiegelt. Und da mussten wir unbedingt hin. Deswegen hab wir uns auch für diesen Loop entschieden.

Die Tour

Wir fanden den ersten Tag, also die Wanderung zur Hütte hin eigentlich ganz OK. Es zieht sich teilweise zwar wie Kaugummi und man läuft einfach nur eine halbe Ewigkeiten Stufen für Stufen nach oben. Aber ansonsten ist es eine mega schöne Wanderung! Die Aussichten waren super geil. Den ersten Abschnitt kannten wir bereits vom Aufstieg vom Mt. Taranaki, der Rest ist aber ganz ähnlich. Durch viel, viel Busch und Schwammland und über viele Berge. Was mega interessant war, auf einem intakten Schwamm zu laufen. Das ist ein riesiges Sumpfgebiet mit einem Steg komplett quer durch. Der Schwamm nimmt das Wasser vom Regen auf und gibt es in trockenen Tagen an die Umwelt wieder ab. Und das merkt man beim durchqueren. Bei uns war es sonnig heiß und trotzdem total feucht und richtig schwül.

Nach ca 8 Stunden haben auch wir die Hütte erreicht und haben uns eigentlich auf eine Matratze in der Hütte gefreut. Aber wie das nun mal so ist, war die Hütte schon ziemlich voll. Und wenn wir so im Nachhinein ehrlich sind, dann sind wir froh, dass wir unsere eigenen Isomatten dabei hatten. Für was haben wir uns die teuren Dinger auch gekauft. Also haben wir im großen Aufenthaltsraum der Holzhütte unsere Isomatten in einer Ecke aufblasen lassen und gewartet, bis die Wolken um den Mt. Taranaki verschwinden. Der kleine See, weswegen wir ja die Tour gemacht haben, ist nochmal ca 15 Minuten von der Hütte entfernt. Und wir wollten uns das unbedingt noch ansehen, bevor wir schlafen gehen und mitten in der Nacht aufstehen wollten. Oh ja! Mitten in der Nacht wollten wir aufstehen.

Der Lake Tarn

Auf den Bildern sieht man diesen See und erwartet in Wirklichkeit einen normalen kleinen See, in dem sich der Mt. Taranaki spiegelt. Dass der See in Wirklichkeit ein kleiner Tümpel ist, der nicht tiefer als 50 cm ist, ja das hatten wir nicht erwartet :P. Man kann ihn in gewisser Weiße auch ziemlich leicht übersehen… Aber wenn man mal am anderen Ende steht und sich die Spiegelung anschaut, dann ist man schon geflasht. Das sieht in Real einfach nochmal tausend mal besser aus. Dadurch, dass hier immer ein leichter Wind geht ist die Spiegelung leider nicht ganz klar und es kommt wohl nur äußerst selten vor, dass es hier Windstill ist. Ist ja eigentlich auch kein Wunder bei der Höhe, in der sich der See befindet. Der Walk zum See am Abend war auch die perfekte Möglichkeit ein paar coole Bilder vom Berg zu machen.

Zurück bei der Hütte sind wir ziemlich schnell schlafen gegangen. Der Wecker war gestellt, das Bett fertig und wir müde, also soweit gut. In der Nacht hat dann der erste Wecker um 4 Uhr nachts geklingelt. Den haben wir einfach mal ignoriert und auf den zweiten Wecker gewartet. Der hat dann um 4:30 geklingelt. Wir versuchten so leise wie nur irgendwie möglich zu sein und haben unsere Rucksäcke dann letztelendes vor der Hütte zusammengepackt. Und das war dann schon der Anfang von einem grandiosen Morgen. Es war sternenklar, kühl und einfach nur mega genial auf einer Berghütte mitten in der Nacht den zweiten Teil der Wanderung anzubrechen.

So waren wir dann um ca 5 Uhr ein zweites mal beim See. Nur dieses mal komplett alleine, und jetzt kommt´s: Es war windstill!!! Nachdem wir herausgefunden hatten, wie selten das ist, waren wir so mega froh, so früh aufgestanden zu sein, weil die Spiegelungen im See komplett klar waren. Und dann auch noch mit der Milchstraße über dem Berg, den Sonnenaufgang links vom Berg und in totaler Stille. Ein perfekter Start in den Tag. Wir blieben dort bis nach Sonnenaufgang sitzen. Die Zeit hatten wir vergessen. Wir sind dann erst losgelaufen, als die ersten Leute kamen.

Der Rückweg

Ja der Rückweg, angefangen beim Lake Tarn. Wenn man sich so den Reiseführer durchliest, dann erwartet man eine lockere 6-Stunden-Wanderung mit hauptsächlichen Abstiegen. Ja Pustekuchen. Der Rückweg war noch übler als der Hinweg. Nicht was den Aufstieg angeht, aber die Länge. Der Weg zieht sich und zieht sich. Und wenn man mal ein Schild sieht, auf dem Steht: Ausgangspunkt noch etwa 4 Stunden entfernt, dann sind es mindestens 6 Stunden. Und wir sind definitiv nich langsam gelaufen. Also entweder stimmen die Schilder nicht so wirklich, oder wir täuschen uns in unserer Geschwindigkeit enorm. Später hat sich herausgestellt, wir waren nicht die Einzigen, die das feststellen mussten. Da waren wir erst mal beruhigt. An sich ist der Rückweg mega schön. Viel durch Urwald, hauptsächlich bergab, um dann wieder bergauf zu gehen, viele kleine Brücken und ab und an eine Hängebrücke und Leitern, die man runterklettern muss.

Fazit

Die Tour war es wert. Ich konnte meine Wanderschuhe einlaufen, hab mir natürlich Blasen geholt (an sehr seltsamen Stellen, an denen man es nicht erwarten würde) und wir konnten die Drohne fliegen lassen. Von den Bildern ganz zu schweigen. Die Eindrücke und Momente, die wir bei der Wanderung erlebt haben wollen wir nicht mehr hergeben! Absolut empfehlenswert, für alle, die lange Wanderungen mögen. Ich glaube, der Rückweg ist auch gar nicht so übel, wenn man von vornherein weiß, dass es nochmal ca 8 Stunden sind. Wenn man aber mit weniger als 6 Stunden rechnet, dann zieht sich der Weg einfach nur und wird leicht zur Qual.

No Comments

Kommentar verfassen

X
%d Bloggern gefällt das: