Pinnacles

Posted: Februar 1, 2018 by made-ja-life

Die Pinnacles

Natürlich gibt es im Corromandel nicht nur die Cathedral Cove, Strände und Massentourismus :P. Abseits von all dem, mitten im Herzen vom Corromandel sind da diese Berge. Mit 759 m hoch hören sich die Pinnacles nach recht wenig an. Die Aussicht ist aber unbeschreiblich gut. Wir haben uns für eine Eintagestour entschieden und hatten was das Wetter angeht mega Glück! Der Track ist wohl recht beliebt als Overnight Tour, um bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein – kam für uns aber irgendwie nicht so in Frage. Wir wollten zeitig in der Früh anfangen und uns Zeit lassen. Die Landschaft und die Aussicht ohne Zeitdruck genießen.

Der Aufstieg besteht aus vielen Treppenstufen aber ist an sich nicht sonderlich anspruchsvoll. Erst weiter oben kommen die ein oder anderen Passagen bei denen es über kleinere Felsbrocken geht. Ab und an sind Stahlstufen in die Steine gebohrt an denen man hochklettern muss, aber das war es dann auch schon. Die Aussichtsplattform ist so ca. 3 m unterhalb des Gipfels. Wenn man brav ist, bleibt man da unten stehen und genießt von hier die Aussicht. Wenn man aber einen Rundblick möchte, gibt es keinen Weg an der Absperrung vorbei. Hier muss man die Felsen ohne Hilfe bis zur Spitze klettern, was sich aber sowas von lohnt! 360 Grad Panorama und bei gutem Wetter sieht man hier die Küsten rings herum! 759 m sind wirklich nicht viel. Wenn aber drum herum nur Meer ist und dieser kleine Gebirgszug hier mitten in die Höhe ragt, dann ist das einiges! Man sieht auf den subtropischen Regenwald der Halbinsel. Von der Wirtschaftlichkeit, wie sie hier früher wohl mal zugange war, sieht man hier nichts mehr. Keine Bergmienen, kein Holzabbau, einfach nur Ruhe, Frieden und unendliche Weite.

Was uns besonders gut gefallen hat, war die Einsamkeit hier. Es waren kaum Leute unterwegs. Und das bei strahlendem Sonnenschein! Als wir anfangs am Parkplatz waren, dachten wir wieder mal, wir sind unter hunderten Anderen. Aber irgendwie hat sich das alles verlaufen. Wir sind insgesamt vielleicht 10 Leuten über den Weg gelaufen. Und bei einer Tour, die den ganzen Tag andauert, ist das ja nicht sonderlich viel!

Unser Abstieg ging „etwas“ schneller als der Aufstieg. Mit zwischenzeitlichem Rennen und Joggen sind wir ein paar Regenschauern noch recht gut davon gekommen. Wofür wir 5 Stunden für den Aufstieg gebraucht haben, haben wir den Abstieg in fast 2,5 Stunden geschafft! Wir waren mächtig stolz als wir unten angekommen waren! Vor allem Malin hat mit den Pinnacles glaube ich so richtig Lust am Wandern gefunden. Ein Ziel vor Augen, ein Berggipfel, und schon kann die Tour losgehen 🙂

Das Gute war, wir brauchten an dem Abend nicht mal mehr eine Dusche. Unser Halteplatz für die Nacht war an einem mega klaren Fluss an dem wir erst mal richtig gebadet haben. Und das war auch dringend notwendig :P. Vor allem für mich waren die Pinnacles bisher mit das Beste, was wir in Neuseeland gemacht/ gesehen haben. Eine absolute Empfehlung!!!

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