Mt. Taranaki

Posted: März 3, 2018 by made-ja-life

Der zweit höchste Berg auf der Nordinsel

Und hier sind wir endlich mit dem Aufstieg auf den Mt. Taranaki oder auch Mt. Egmont. Bei Wikipedia findet man auch den Namen: Todesberg. Das scheint wohl daran zu liegen, dass der Aufstieg etwas gefährlich ist und schon viele Leute auf dem Berg gestorben sind. Das Wetter kann sich hier innerhalb von einer Stunde komplett drehen und im Winter sollte man keinen Aufstieg wagen. Deswegen sind wir da auch im Sommer hoch :P. Schon von weitem sieht der Vulkan einfach nur gigantisch aus. Man fährt hier auf der Nordinsel Neuseelands meistens durch flaches, leicht hügeliges Terrain und dann ist da an der Westküste einfach dieser Vulkan mit 2518 Metern. Das sieht einfach nur bizarr aus, vor allem, wenn man mal auf der Spitze war und dann von unten die Augen den Berg hochwandern lässt. Erst wenn man mal auf dem Berg oben war, sieht man die gewaltigen Dimensionen, die man anfangs gar nicht wahrnimmt, wenn man nur vorbeifährt.

Der Aufstieg

Weil sich hier das Wetter so schnell ändern kann und man auch eine wolkenfreie Aussicht genießen will haben wir uns dazu entschlossen mitten in der Nacht aufzubrechen. Warum?! Ganz einfach! Nachts kühlt die Luft ab und sinkt in Form von Wolken komplett auf den Grund. Das heißt, keine Wolken, bis es wärmer wird und die Sonne anfängt Wasser zu verdunsten. Also der perfekte Zeitpunkt mit dem Aufstieg zu beginnen. So sind wir also um 4 Uhr morgens aufgestanden und waren erst mal so dermaßen geflasht, dass man die Milchstraße hier so abartig gut sieht. Der Aufstieg beginnt bereits bei ca. 900 Höhenmetern bei einem Infocenter. Die andere Sache, warum man so früh mit dem Aufstieg beginnen sollte ist, dass es einfach angenehm kühl ist und man nicht bei siedender Hitze den Berg erklimmen muss! So haben wir einen Sonnenaufgang über den Wolken erlebt und waren mehr als beeindruckt. Unendlich viele Treppenstufen an den Stellen, an denen es extrem steil ist. Der ganze Aufstieg hat uns ca. 5 Stunden gekostet und war fast jeden Schritt wert! Dadurch, dass wir so früh gestartet sind, waren auch entsprechend wenige Leute da oben. Richtig gut und das erste Mal, dass wir hier in Neuseeland Schnee gesehen haben! Oh ja, man kann auf dem Gipfel ein Schneefeld überqueren. Der Krater ist das ganze Jahr über immer mit Schnee bedeckt.

Kaputte Schuhe

Leider sind kurz vor Ende des Aufstiegs meine Wanderschuhe kaputt gegangen. Ein richtig schlechter Zeitpunkt um sich von den guten alten Lowas zu verarbschieden. Die Sohle hat sich bei einem Schuh komplett abgelöst und beim zweiten hat sie angefangen sich zu lösen… Beim Klettern über spitze Felsen ist das richtig schlecht, ohne Sohle weiterzulaufen. Das war auch der Grund, warum wir kein Schneefeld überquert haben und bei der ersten Spitze, also am Kraterrand unseren Aufstieg beendet haben. Zum Glück hat mir ein anderer Wanderer ein Stück von seinem alten T-Shirt gegeben, sodass ich die Sohle wieder an meinen Schuh binden konnte… Andererseits hätte uns der Abstieg wahrscheinlich mehrere Stunden mehr gekostet. So haben wir „nur“ 3,5 Stunden gebraucht!

Fazit

Alles in Allem ist der Aufstieg auf den Vulkan höchst empfehlenswert, wenn man auf Klettereien und bisschen Adrenalin und gute Aussichten steht! Mega windig, extrem steile Geröllfelder und 1,5 Stunden Klettern über spitzen Vulkangestein. Für uns die perfekte Abwechslung zum normalen Reisen und zum normalen Bushwalk. Vor allem, wenn man Nachts mit dem Aufstieg startet hat man (sofern das Wetter allgemein gut ist) die besten Chancen auf eine Wolkenfreie Aussicht bis zum Schicksalsberg, bekannt aus der Herr der Ringe :P. Der Ausblick ist einfach nur grandios. Mit der Milchstraße loswandern, Sonnenaufgang über den Wolken, kaum andere Wanderer und angenehme Temperaturen. Einzigartig und für uns eine absolute Empfehlung! Abends spürt man den Aufstieg ordentlich in den Beinen aber so soll es ja auch sein! Und hier ist auch endlich unser erstes Video. Leider war es zu windig für die Drohne und so haben wir nur ein paar kleinere Ausschnitte. Dafür kommt dann beim nächsten Beitrag ein längeres Video mit Ausschnitten von Luftaufnahmen beim Mt. Taranaki. Der nächste Beitrag geht ebenfalls um den Mt. Taranaki, nur von der anderen Seite!

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