Great Sand Dunes, Baylys Beach, Piroa Falls, Tane Mahuta

Posted: Januar 30, 2018 by made-ja-life

Great Sand Dunes

Wieder auf dem Weg nach unten Richtung Süden kommt man an den Great Sand Dunes eigentlich nicht vorbei! Sanddünen soweit das Auge reicht und das direkt zwischen West- und Ostküste. Manche leihen sich hierfür ein kleines Board um die Dünen damit runterzurutschen (ähnlich wie Schlittenfahren nur mit einem Bodyboard). Wäre ja eigentlich ganz cool, jetzt wo zu Hause der Schnee liegt, wir nicht zu Hause sind, so als kleiner Ersatz… Aber wir wollten das Ding nicht mitschleppen und haben uns das Geld gespart. Zudem waren die „Abfahrtpisten“, so nenn ich das jetzt einfach mal, nicht gerade der Hit. Viel mehr kann man dazu nicht wirklich sagen, außer, dass es sehr heiß war. Und, wie wir inzwischen so oft schon feststellen mussten: eine typische Touristen-Attraktion.

Baylys Beach

Nach den Sanddünen wollten wir uns mal wieder einen ordentlichen Campingplatz gönnen. Das heißt auf zu einem Holliday Park. Schon im Regen angekommen wurden die nächsten zwei Tage zur Hölle. Zuerst einmal war der Campingplatz recht voll, viele Asiaten und aber auch viele Einheimische. Die meisten Leute waren hier mit dem Zelt unterwegs. Aus dem strömenden Regen wurde am Abend ordentlicher Wind aber mit klarem Himmel. Und dann ging es los. Mitten in der Nacht extremer Wind mit (was wir danach in den Nachrichten hörten) Windgeschwindigkeiten von 120 km/h. Um ca. 5 Uhr nachts haben die Leute angefangen zu verstehen, dass der Wind und der Regen nicht nachlassen und ihre Zelte abgebaut. Was sich so für einige schon als zu spät herausstellte. Eine Familie wäre fast unter einem Baum begraben worden, wäre der Baum nicht von dem danebenstehenden Auto gestützt worden. Der Baum wäre sonst mit voller Wucht auf das Zelt der Familie gefallen. So hat es nur das Dach vom Auto eingedrückt.

Und auch wir hatten enormes Glück. Eigentlich dachten wir, wir stehen ziemlich sicher da am Rand, kaum Bäume hier, die unserem Van schaden würden und trotzdem sind wir auf offenes Feld gefahren. Und keine fünf Minuten später war das die beste Entscheidung bisher… Ein richtig dicker Ast mit ca 25  bis 30 cm Durchmesser ist wie aus dem Nichts an der Stelle runtergekracht, an der wir gestanden hatten. Wir brauchten bestimmt zwei Stunden um unser Glück erst mal zu realisieren! Der Ast hätte unsere Windschutzscheibe und das Dach voll erwischt. Glück im Unglück…

Der Sturm dauerte zwei Tage an. Das heißt dann wir waren zwei Tage mehr oder weniger im kleinen Van gefangen. Viel fahren konnten wir nicht, weil die Windböen zu gefährlich für den Van gewesen wären. Unsere einzige Ausweichmöglichkeit war die Gemeinschaftsküche des Campingplatzes. Da haben wir uns dann vor allem am zweiten Tag viel aufgehalten. Und wenn man sich da so unter anderen Leuten aufhält lernt man auch nette Menschen kennen. Viele Maoris hatten hier so eine Art Festmahl gehalten (zumindest sah es für uns so aus, ob es nur an unserem Hunger lag oder wirklich so war :P). Und als ob sie unsere Gedanken lesen konnten haben sie uns tatsächlich einfach so eine komplette Bisquitrolle mit Sahne geschenkt. Generell kaufen wir uns so etwas nicht, außer wir gönnen uns mal was, aber das kommt nun wirklich nicht of vor. Wir hatten uns sooooo gefreut. Nach zwei verrückten Tage im Van so ein fettes Stück Kuchen. Oh man! Am Abend lies dann auch noch der Regen nach und dann ging es erst mal zum Strand. Der Grund, weswegen wir überhaupt diesen Holiday Park ausgesucht hatten. Der Strand mit den Umliegenden Klippen und besonderen Farben bei Sonnenuntergang. Zwischen rot und lila waren hier alle Farbtöne dabei. Unglaublich schön auf jeden Fall und absolut einen Abstecher wert, wenn man eh grad in der Gegend ist!

Piroa Falls

Nachdem sich der Sturm soweit gelegt hatte, dachten wir uns folgendes: Viel Regen bedeutet bei den kleinen Wasserfällen auch mehr Wassermengen die da runterstürzen. Und Tatsache. Die Piroa Falls sind eigentlich recht kleine Wasserfälle. Aber mit dem ganzen Regen der vergangenen Tage hat sich da ordentlich was zusammengestaut. Leider war es hier ziemlich windig, sodass die Wassertropfen hier nur so durch die Gegend geflogen sind. Ansonsten eben ein Wasserfall wie soviele hier in Neuseeland. Ich würde ja am liebsten alle anschauen, wäre da nicht meine bessere Hälfte :D. Das war übrigens der erste Wasserfall bei dem ich mit der Drohne fliegen konnte. Das Video leidet zwar unter de, Wassernebel der hier so umherflog, aber ich denke eine kleine Sequenz kommt sicherlich in unser Neuseelandvideo! Inzwischen hat sich da schon einiges an Videomaterial angesammelt!

Tane Mahuta

Nochmal ein kleines Stückchen zurück Richtung Norden wollten wir uns den Tane Mahuta anschauen. Zwar auch wieder eine richtige Touristenattraktion, aber ich denke, wenn man schon hier in Neuseeland ist, kann man sich auch den ältesten Kauri-Tree anschauen. Und das Teil ist wirklich mächtig. Er wird auf bis zu 2500 Jahre geschätzt (die Leute streiten sich darum, manche sagen 1500, manche 2000 und andere wieder 2500). Er sieht auf jeden Fall alt aus, soviel steht fest.

Er ist 51,2 m hoch und ist somit einer der größten noch lebenden Bäume und somit auch der größte bekannte Kauri Baum. Schon allein der Durchmesser von fast 4,5 m ist abartig. Alleine der Stamm, also der Teil bis die ersten Äste anfangen ist 18 m hoch!!! Für die Maori ist der Baum ein Heiligtum und heißt auch deswegen wie der Gott des Waldes „Tane“. Steht man so vor diesem Baum fühlt es sich auch sehr spirituell an (mal abgesehen von dem Blitzgewitter was da ab und zu auf den Baum hagelt…). Leider ist der Baum am Sterben, was ihn aber nicht weniger mächtig wirken lässt. Wir waren definitiv beeindruckt und sind sau froh den Baum noch gesehen zu haben.

 

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