Cascade Park and Cornwallis beach

Posted: Dezember 17, 2017 by made-ja-life

Cascade Park

Zuerst einmal müssen wir was loswerden. Wir sind SELF CONTAINED unterwegs! Wir haben endlich unser Zertifikat. Wie wir das bekommen haben und was wir dafür alles machen mussten erzählen wir euch endlich die nächsten Tage, wenn wir euch unseren Van zeigen. Unsere erste Nacht auf einem Self Contained Parkplatz, also einem Parkplatz auf dem nur Autos/ Vans über Nacht bleiben dürfen, die dieses Zertifikat haben. Ja die erste Nacht war im Cascade Park. Unglaublich viele Kauri Bäume die so mächtig sind, dass die anderen Bäume dagegen aussehen wie Bambusröhrchen. Natürlich mussten wir den Tag feiern. Schließlich bekommt man nicht jeden Tag dieses Zertifikat. Also ab in den Supermarkt, ne Flasche Prosecco gekauft und gleich am Cascade Park Parkplatz geköpft und ausgetüftelt. Leider war der Sekt bisschen warm, aber das war uns herzlich egal 😛

Am nächsten Morgen sind wir dann zu einem kleinen Wasserfall gelaufenen, der ziemlich versteckt war. Hier muss man schon über den ein oder anderen Felsen klettern um dann an einem mega tiefen Becken in einer Felsschlucht den Wasserfall zu sehen. Der ist recht versteckt und man sieht ihn leider nur, wenn man in dem Becken schwimmen geht. Unsere Rucksäcke und die Aale haben uns daran leider gehindert. Das glasklare Wasser und das Rauschen vom Wasserfall haben uns allemal gereicht 🙂

Weiter ging es für uns zum Cascade Track. Bergauf, bergauf und weitere Stufen bergauf. Übel anstrengend und kein Ende in Sicht. Dafür Ausblicke über das Tal und Kauri Bäume mit mehr als 3 Metern Durchmesser!!! Hier haben wir uns auch ein paar kleine Souvenirs mitgenommen. Abgewaschene Wurzeln und ein großes Stück Rinde von einem Kauri Baum, dass auf dem Boden lag. Die Rinde allein fühlt sich schon magisch an, ledrig, weich und trotzdem hart. Etwas, was uns wohl immer an diese Wanderung erinnern wird.

Cornwallis beach

Die nächste Nacht verbrachten wir komplett alleine auf einem riesigen Parkplatz direkt am Meer. Glasklares Meerwasser, schwarzer Strand mit weißen Muscheln, keine Wellen. Ein wahnsinnig schöner Ort um einfach nur mal durchzuatmen und zu entspannen. Das liest sich vielleicht alles etwas seltsam. Wir schreiben hier immer nur über diese schönen „wunderschönen“ Plätze. Aber das liegt einfach daran, dass hier ein Ort den anderen übertrifft.

Im Hintergrund kann man Auckland sehen, was bei Nacht mit den ganzen Lichtern am Meer noch viel größer erscheint, als bei Tag. Die vielen Sterne, die Vögel und das langsam vor sich hingluckernde Meer, dass die Muscheln an den Strand spült. Allein dieses Geräusch mit all den Eindrücken lässt uns ein kleines bisschen „Gänsehaut-Feeling“ verspüren. Leider sind hier unzählige Moskitos unterwegs. Draussen sitzen ohne entweder wie ein Eskimo eingepackt oder eingehüllt in eine Wolke Mückenspray zu sein ist hier nicht. Aber für was hat man diesen Self Contained Campervan, der direkt am Meer steht. Also rein da, auf´s Bett fletzen und einfach nur die Aussicht genießen. Diesen Abend möchte ich in meinem Leben nicht mehr missen!

Fairy Falls

Für uns geht es heute (ja wir schreiben auch einmal aus der Gegenwart :D) zurück zu unserer ersten Familie. Wir dürfen schon einen Tag früher anreisen und haben auf dem Weg dahin noch einen Wasserfall mitgenommen. Also nicht mit in unseren Van, aber wir sind dort hingelaufen. Der Name passt definitiv zu diesem Wasserfall. Wie viele kleine Feen schlängelt sich ein größerer Bach mit mehreren Staubecken und kleineren Wasserfällen zu einer großen Felswand, von der das Wasser zwar nicht wie bei einem mächtigen Wasserfall herunterschießt, aber langsam verträumt über mehrere Steine und Rinnen einfach dahin rauscht. Wir sind auf jeden Fall begeistern, das Wasser ist warm und die Sonne brennt. 28 Grad hört sich nacht nicht wirklich viel an, aber in der Sonne fühlt es sich an, wie in der Wüste. Wenn man in Italien mal 28 Grad hat ist das Okay und man könnte noch mehr vertragen. Hier definitiv nicht. Die Sonne ist hier einfach soviel intensiver, sogar wenn es bewölkt ist. Da ist so eine kleine Wanderung durch einen Bach mit Wasserfall schon eine mega schöne Abwechslung und Belohnung für die harte Wanderung. Wobei der Weg nach unten mit einer knappen Dreiviertel Stunde recht einfach war. Der Aufstieg dagegen aber die reinste Hölle. Stufen, Stufen und einfach nur steil bergauf. Und das noch bei dieser Hitze. Gut, dass wir jetzt wieder in einem Haus wohnen dürfen, eine Dusche und ein richtiges Klo haben 😀 Ja genau, richtiges Klo. Momentan wandern wir von der einen Komposttoilette zur anderen (Plumpsklo). Hauptsache Klo, na klar. Aber ab und an mal den Boden von der Kloschüssel sehen zu können hat seinen ganz eigenen Reiz bekommen 😀 (Es ist schon unheimlich wie tief diese Komposttoiletten hier wirklich sind. Entweder man sieht hier gar keinen Boden oder wenn man ihn sieht, dann kann man nur das weiße Klopapier ganz unten erahnen und das ist wirklich tief unten. Man hört auf jeden Fall nichts plumpsen, langweilig.)

 

Wie geht es weiter

Wir werden hier bei der Familie im Norden Aucklands nahe Hellensville unseren Van fertig ausbauen, Vorhänge, Matratzen überziehen (also alles nähen) und noch ein paar Kleinigkeiten bauen (Regale und so´n Zeug). Das heißt wir sind über Weihnachten bei dieser Familie und haben das Glück ein neuseeländisches Weihnachtsfest mitten in einer einheimischen Familie kennen zu lernen. Das können nicht viele von sich behaupten. Perfekt finden wir! Anschließend werden wir unsere Reise beginnen. Unsere Route planen wir derzeit noch.

Für euch gibt es bald den Beitrag zu dieser Familie mit viiiiielen Bildern zu lesen. Und nicht zu vergessen: Unsere Geschichte zu unserem Van. Wie wir ihn gekauft haben, was wir dabei für Probleme hatten, warum wir ihn verkaufen wollten, ihn aber trotzdem behalten haben und wie wir ihn ausgebaut haben. Schließlich war der Van komplett leer, ohne etwas darin außer der Fahrerkabine und ein Haufen Dreck und Rauchgestank! Also bleibt auf jeden Fall dabei und seid gespannt.

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